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Jugendarbeit in der Gemeinde


Beitrag 12.01.2018 14:18

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"Was schert mich mein Geschwätz von gestern?"-Zitat von Konrad Adenauer.-
Eine kurze Sachdarstellung bei einer Gemeindevertretersitzung im September 2008 .
"Die Jugendarbeit in den Orten der Gemeinde Steinhöfel wird vom Jugendamt des Landkreises Oder-Spree im Vergleich mit anderen Verwaltungseinheiten als beispielhaft eingeschätzt.
In der Gemeinde werden den Kindern und Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten einer sinnvollen und erfüllten Freizeit geboten. Die Angebote der Gemeinde und von Vereinen und Initiativen ergänzen sich und sind teilweise miteinander vernetzt. Entsprechende Konzepte werden aktualisiert, weiterentwickelt und fortgeschrieben.
Beschluss auf der Gemeindevertretersitzung am 11.09.08. Ende
Für den Zeitraum 2009 bis 2011 wird die Jugend- und Jugendsozialarbeit in der Gemeinde Steinhöfel wie seit 2006 weitergeführt..." Unterschrift:Herr Funke und Herr Pelz .Ende des Auszugs.
Seit der Diskussion um die Einstellung eines Jugendkoordinators in der Gemeinde hat sich die jetzige Bürgermeisterin von Anfang an dagegen ausgesprochen. Leider gelang es ihr, nach 2009 immer mehr Gemeindevertreter auf ihre Seite zu ziehen. Die damals eingestellten Jugendkoordinatoren mussten mit ihrer TEILZEITBESCHÄFTIGUNG, ohne Hilfe und Unterstützung der damaligen stellvertretenden Bürgermeisterin, das schaffen, was die heutige Jugendkoordinatorin mit einem größeren Stab bei VOLLZEITBESCHÄFTIGUNG ( woher auf einmal der Gesinnungswandel, nachdem sie Bürgermeisterin geworden ist - und die Gemeindevertreter machten diesen Gesinnungswandel in Nibelungentreue auch mit, ohne zu merken, dass sie zu unmündigen Personen herabgestuft werden), natürlich schaffen kann. Außerdem wurden die damals eingesetzten Jugendkoordinatoren Evi Oegel, Guido Hennig Evi Lilienthal und Erhard Braun einem ständigen Mobbing ausgesetzt, was bei dem letztgenannten zu einer dauerhaften Erkrankung führte.
Das nächste Ziel ist, die Jugendarbeit in Heinersdorf kaputt zu machen, mit welchen Mitteln auch immer.Zum Glück gibt es in Heinersdorf und in den anderen Dörfern genug Einwohner, die das ganze verfolgen und verhindern werden.


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Leider ist es so, dass wir schon lange nicht mehr über Bedarfe und Inhalte sprechen und alles auf eine persönliche Ebene gezogen wird. Die Verantwortung liegt aber immer in der Bewältigung und Lösung von Problemen oder Herausforderungen. Dazu gehört es auch, das Pro und Contra abzuwägen. Das geschieht derzeit aber leider nicht.

Ich stelle hier mal die Frage, warum alle Versuche eine ergebnisoffene Diskussion zu fĂĽhren, gescheitert sind?


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Welche Mehrkosten kommen durch die Übernahme der Trägerschaft des Jugendclubs Heinersdorf auf die Gemeinde Steinhöfel zu und warum?
Sehr geehrte EinwohnerInnen,
die Mehrheit der Gemeindevertreter hat gegen das Bürgerbegehren für den Erhalt des Jugendclubs Heinersdorf gestimmt, außer die Fraktion "Aktives Bündnis", die sich u. a. auf das Subsidiaritätsprinzip beruft: Eine Regelaufgabe soll möglichst von der kleinsten zuständigen Einheit übernommen werden. Übergeornete Einheiten sollen nur kontrollierend und helfend eingreifen, wenn die kleinere Einheit dazu nicht in der Lage ist.
Seit 2014 liegen mir Beschlüsse der Gemeinde Steinhöfel vor, in denen der Sportverein (SV) Blau-Weiss Heinersdorf e.V. 1990 als Träger des Jugendclubs mit der immer gleichen jährlichen Personalkostensumme bezuschusst wird. Dieser Beschluss wurde im Jahr 2016 auch für 2017/2018 in gleicher Höhe beschlossen.
Vom Jugendamt werden Personalkosten lt. Förderrichtlinien für Vereine mit 64 % und für Gemeinden mit 50 % gefördert. D. h., wenn die Trägerschaft auf die Gemeinde übergeht, entstehen Personal-Mehrkosten in Höhe von ca. 7 000,00 €.
Die Anteilfinanzierung an den Betriebskosten erfolgte bisher mit 50 % durch das Jugendamt und mit 50 % durch den SV. Diese 50 % vom SV würden bei der Übernahme durch die Gemeinde als Mehrkosten auf die Gemeinde übergehen: ca. 2.000,00 €.
Für den Bürgerentscheid am 25. 2. 2018 hat die Gemeindeverwaltung Kosten in Höhe von
4.000,00 € in den Haushaltsplan 2018 eingestellt. Dazu kommen über die Jahre Investitions- Gebäude- oder Mietkosten in ungeklärter Höhe. Gesamtmehrkosten: ca. 13.000,00 € nur für 2018!

Mit Zuwendungsbescheid des Landkreises vom 20. 1. 2017 wurde die Stelle der Jugendclubleiterin, ohne dass diese eine ausgebildete Fachkraft ist, bestätigt. Am 27. 2. 2017 wurde über die Co-Finanzierung im Hauptausschuss beraten, ob eine Lockerung der Bestimmungen über die Einstellung einer sozialpädagogischen Fachkraft möglich sei. Uns Gemeindesvertreter wurde aber von seiten der Verwaltung nicht mitgeteilt, dass das Jugendamt dem schon zugestimmt hat. Seit Juli 2017 war Frau Kerstin Neitsch - mit sozialpädagogischer Ausbildung - Jugendclubleiterin.
Seit September 2017 wurde intensiv mit den Gemeindevertretern diskutiert, weil erst dann deutlich wurde, warum eine Übernahme der Trägerschaft durch die Gemeinde ab 2018 erfolgen sollte, nämlich, weil angeblich die Qualität der Jugendarbeit nicht durch den SV gewährleistet werdn kann. Aber die Qualität der Jugendarbeit war bis dato nie ein Thema.
Das vom Jugendamt erstellte "Personalstellenprogramm zur Förderung von sozialpädagogischen Fachkräften in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit" (Stand: 25. 9. 2017) besagt nicht, dass der Jugendclub unter der Verwaltung der Gemeinde stehen muss. So wie in Fürstenwalde mit dem BSG Pneumant e.V., gibt es nach wie vor freie Träger.
Dem Vorstand des SV gehören zwei pädagogische Fachkräfte an, die von ihrer Ausbildung her befähigt sind, die pädagogische Jugendklubleiterin in ihrer Arbeit zu kontollieren und anzuleiten.
Als Gemeindevertreterin schlage ich wiederholt vor, dass wir gemeinsam - SV, Jugendamt, Ortsbeirat und Fraktion "Aktives Bündnis" - zu einem Gespräch finden, um zu einer für alle Seiten zufrieden stellenden Lösung zu kommen.

Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen der Gemeinde Steinhöfel!
Geht bitte zum Wohle der Jugendarbeit in der ganzen Gemeinde am 25. Februar 2018 wählen oder nutzt die Briefwahl!

Bettina Lehmann
Gemeindevertreterin/Aktives BĂĽndnis


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Heinersdorfer Jugendclub muss bleiben!

Ein Blick in die Vergangenheit kann dabei helfen, zu verstehen, warum die Emotionen im Ortsteil Heinersdorf so hoch schlagen, wenn es um den Erhalt der Jugendarbeit geht.
Im Jahr 1990 gründete sich in Heinersdorf der Sportverein Blau-Weiß und übernahm sofort die Verantwortung für viele sich in der Abwicklung befindlichen Einrichtungen und Angebote. So wurde beispielsweise nach Auslaufen der gemeindlichen Betreuung der Bibliothek, diese durch den Verein ehrenamtlich weiter betrieben. Auch das Dorffest konnte dank der Vereinsmitglieder wiederbelebt werden, erst als Kinderfest, später als Dorffest. Enge Kooperationen mit Schule und Hort waren immer Pflicht.
Ein Jahr nach der Gründung schloss der Verein einen Vertrag mit der ehemaligen Treuhand-Anstalt und pachtete den Sportplatz und das darauf befindliche Gebäude der ehemaligen GST, das als Schießausbildungs-Einrichtung genutzt wurde.
Schnell war klar, dass die Kinder und Jugendlichen im Ort einen Anlaufpunkt und Betreuung benötigen. Der Verein baute das Gebäude völlig ehrenamtlich und ohne Unterstützung der Gemeinde aus. Es wurden Toiletten angebaut, weitere Lager- und Wirtschaftsräume folgten und das Gebäude musste mit Wasser, Strom und Heizung erschlossen werden. Auch das Dach wurde komplett saniert. Viele weitere Arbeiten an den Außenanlagen und im Inneren forderten die Mitglieder in ihrer Freizeit.
Glücklich und stolz eröffnete der Verein im Mai 1997 den so in Eigenleistungen errichteten Treffpunkt für die Jüngsten des Ortes. Gekrönt wurde dieses Engagement durch die Zusage des Landes Brandenburg, dafür auch eine Personalstelle bereitzustellen. Es konnte Eveline Lilienthal gewonnen werden, die bis Januar 2017 viele „Generationen“ von Kindern und Jugendlichen aus den Ortsteilen Heinersdorf/Behlendorf, Tempelberg, Arensdorf, Hasenfelde und Steinhöfel betreute.
In der Zeit bis Ende 2017 investierte der Sportverein mit Unterstützung von Stiftungen, öffentlicher Förderung, Spenden und ehrenamtlichen Engagements in Gebäude, Material, Personal und Angebote rund 1,15 Millionen Euro – allein das Minispielfeld schlägt mit gut 50.000 Euro zu Buche.
Neben den Geldmitteln engagierten sich auch viele Vereinsmitglieder beim Bau, der Pflege, Verwaltung, Organisation oder Betreuung – so sind gut 108.000 unbezahlt geleistete Stunden zusammengekommen.
All dieses Engagement, die Kontakte und vor allem die Werte, die in den vergangenen 25 Jahren erschaffen wurden, werden nun mit dem Wechsel der Trägerschaft „mit Füßen getreten“ – an keiner Stelle wurde gemeinsam nach einer Lösung gesucht. Das macht wütend und führt zu einem weiteren Verlust des Vertrauens in die Handlungsfähigkeit der politisch verantwortlichen Gemeindevertreter, die diesen Beschluss gefasst haben! Leider nutzten die Gemeindevertreter nicht die Gelegenheit ihren Fehler zu korrigieren und den Beschluss zurückzunehmen. Jetzt sind die Einwohner gefragt und müssen am 25.02.2018 entscheiden. Da der Gesetzgeber in Brandenburg eine hohe Hürde für die Zustimmung beim Bürgerentscheid gesetzt hat, ist es notwendig, dass jeder Einwohner seine Position mit der Abgabe der Stimme vertritt – nur so kann überhaupt eine von den Bürgern getragene Entscheidung zustande kommen.
Wolfgang Adam (GrĂĽndungsmitglied und ehemaliger Vorsitzender des Sportvereins)
Steffen Adam (ehemaliger Jugendwart des Sportvereins und GrĂĽnder des Jugendclubs)


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Warum ein BĂĽrgerentscheid fĂĽr den Jugendclub Heinersdorf ?
Verehrte Bürger/innen der Gemeinde Steinhöfel,
ich wĂĽnsche Ihnen allen ein gutes und gesundes Neues Jahr 2018.
Viel Wirbel gab es 2017 um den Ortsteil Heinersdorf und es wird nicht besser!
„ Heinersdorf eigenständig“ !? Na was soll denn das? Das geht doch gar nicht!
NatĂĽrlich nicht und das wissen wir Heinersdorfer auch. Aber was ist dann damit gemeint?
Zuerst haben wir Heinersdorfer Gemeindevertreter über viele Jahre versucht gemeinsam mit allen Abgeordneten die Probleme zu lösen. Die Meinungen gingen zu oft auseinander und so waren wir, in der Minderheit, nicht mehr in der Lage, unsere Ansichten erfolgreich umzusetzen.
Das war oft bei den Abstimmungen deutlich spĂĽrbar, wie auch jetzt bei der Ăśbernahme des Jugendclubs.
Es bedeutet nicht, dass wir gegen andere Ortsteile sind oder nur unsere Belange im Blick haben.
Nein, wir vertreten manchmal andere Auffassungen.
Lösungen scheinen nicht in Sicht, deshalb ist die Schlussfolgerung daraus, so viele Heinersdorfer Anliegen wie möglich selbst in die Hand zu nehmen! Das macht viel Arbeit, ist es uns aber wert.
Eine dieser Eigenständigkeiten war der Heinersdorfer Jugendclub. Mit Anteilsfinanzierung der Gemeinde, denn sie ist auch für unsere Jugendlichen verantwortlich, befand dieser sich 20 Jahre in Trägerschaft des Sportvereins Blau - Weiß Heinersdorf. Bisher war das eine gute Lösung und nochmals Dank für dieses Ehrenamt.
Nachdem Anfang 2017 das Anstellungsverhältnis und die gute Arbeit der langjährigen JC Mitarbeiterin durch deren Ruhestand endete, wurden geringe Mängel während der Übergangsphase benannt. Diese, aus unserer Sicht unerheblich und ausgeräumt, werden aber als Grund benutzt, den Jugendclub in die kommunale Jugendarbeit einzugliedern und um 50% für Heinersdorf zu reduzieren. Inzwischen wird das Änderung des Konzepts genannt!
Es zählt nicht, dass ab Juni 2017 eine neue Mitarbeiterin mit besten Qualifikationen, Frau Neitsch aus unserem Ort, gewonnen werden konnte und mehrfach die Einbeziehung anderer Ortsteile angeboten, bzw. dies auch schon immer praktiziert wurde.
Es zählt auch nicht, dass sich die Ausgaben für die Gemeinde erhöhen, denn statt zuvor ein Drittel werden die Kosten für die Kommune, wegen anderer Richtlinien die Hälfte des Lohnes betragen. Neben- und weitere Kosten kommen außerdem dazu.
Die Heinersdorfer haben bisher auf mehreren Ebenen sehr um ihren Jugendclub, leider erfolglos, gekämpft. Gerne hätten wir unsere Kraft anders eingebracht!
So bleibt als letzte Möglichkeit der Bürgerentscheid.
Es gäbe noch viel darüber zu schreiben, aber ich denke wenigstens das sollte Ihnen vor dem Gang zum Bürgerentscheid am 25.02.2018 übermittelt werden.
Ursula Seefried
Fraktion Aktives BĂĽndnis


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Spree Journal vom 20.02.2018
3798 Stimmen fĂĽr die Jugendarbeit
Wahlleiterin Dajana Angrick erklärt den Ablauf des ersten Bürgerentscheids in der Gemeinde Steinhöfel

Steinhöfel. Am Sonntag entscheidet die Gemeinde Steinhöfel über die Zukunft ihrer Jugendarbeit. Bei dem bevorstehenden Bürgerentscheid handelt es sich um ein Novum: Zum ersten Mal führt die Gemeinde eine von den Einwohnern initiierte Abstimmung durch. Mit Wahlleiterin Dajana Angrick sprach Annemarie Diehr über den Ablauf.

Frau Angrick, mit Beschluss vom 20. September 2017 sollte die Gemeinde Steinhöfel ab 2018 Träger der bisher vom SV Blau-Weiß Heinersdorf betreuten Vollzeitstelle werden. 20 Stunden für die Jugendarbeit in Heinersdorf, 20 Stunden für die Gemeinde sollte die Rechnung lauten. Um die Qualität der Jugendarbeit zu erhalten, brachten Vertreter aus Heinersdorf einen Bürgerentscheid auf den Weg. Wie geht es weiter, wenn dieser erfolgreich ist?

Der Sportverein bleibt dann nicht automatisch Träger der Stelle, sondern es finden erneut Gespräche mit dem Jugendamt des Kreises statt, welches letztendlich entscheidet, wem die Stelle zugeteilt wird. Die Gemeinde wird es in diesem Fall nicht sein.

Wie viele Stimmen sind notwendig, damit der BĂĽrgerentscheid erfolgreich ist und der Gemeindebeschluss aufgehoben wird?

Mit Stichtag 15. Februar sind 3798 Steinhöfeler abstimmungsberechtigt. In Brandenburg beträgt das Quorum für einen Bürgerentscheid 25 Prozent. Demnach sind 950 Stimmen notwendig.

Dürfen auch 16-Jährige ihre Stimme abgeben?

Ja, laut Kommunalverfassung dürfen 16-Jährige am Bürgerentscheid teilnehmen. Die Abstimmungsbenachrichtigungen für alle Berechtigten wurden in der dritten Kalenderwoche verschickt. Abstimmungsscheine können noch bis Freitag, 18 Uhr, beantragt und persönlich oder auf dem Postweg in der Gemeindeverwaltung abgegeben werden. Zur Sicherheit leeren wir den Briefkasten auch am Sonnabend noch einmal.

Wo können Steinhöfeler am Sonntag ihre Stimme abgeben?

Für jeden der 13 Ortsteile ist ein Abstimmungsort vorgesehen, dort sind jeweils sechs Wahlhelfer im Einsatz. Die Abstimmungslokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Erst danach beginnen wir zu zählen. Am Montag findet dann ein Treffen mit dem Wahlausschuss und die offizielle Bekanntgabe des Ergebnisses statt.

Laut Hauptsatzung beteiligt die Gemeinde Steinhöfel ihre Einwohner bei wichtigen Gemeindeangelegenheiten. Wie konnten sich die Steinhöfeler über den Bürgerentscheid informieren und Argumente sammeln?

Im Informationsblatt „Der falsche Waldemar“ gab es mehrere Stellungnahmen von der Gemeinde sowie von den Initiatoren des Bürgerentscheids. Wenn das Thema angesprochen wurde, hat die Verwaltung auch in den Einwohnerfragestunden der politischen Sitzungen informiert. Wie informiert wird, obliegt der Gemeinde. Die Initiatoren des Bürgerentscheids, ist mir zu Ohren gekommen, machen mit Flyern für ihr Anliegen Werbung.

In der Gemeinde Steinhöfel ist es der erste Bürgerentscheid.

Ja, für die Gemeinde ist das Verfahren völlig neu, nicht nur in seinen Formalitäten, sondern auch in seinen Worten. Das Vorgehen der Gemeinde ist mit der Kommunalaufsicht abgestimmt.

Wenn der Bürgerentscheid zugunsten des Gemeindebeschlusses ausfällt – können die Initiatoren einen weiteren Anlauf nehmen, ihn zurückzunehmen?

Laut Brandenburgischer Kommunalverfassung können Bürger die Durchführung eines Bürgerentscheids nur beantragen, wenn innerhalb der letzten zwei Jahre nicht bereits ein Bürgerentscheid zur gleichen Angelegenheit durchgeführt worden ist.
Tausendfach verschickt: Wahlleiterin Dajana Angrick mit dem Abstimmungszettel zum Bürgerentscheid in der Gemeinde Steinhöfel. Am Sonntag dürfen 3798 Einwohner (Stand 15. Februar) ihre Stimme abgeben.⇥Foto: Annemarie Diehr


Ich nochmal und nur ganz kurz. Es musste keinem was "zu Ohren kommen". Auch in Demnitz, wie in den anderen 11 mit Behlendorf 12 Ortsteilen haben wir unsere Flyer verteit. Es ist also der Wahlleiterin nicht zu Ohren gekommen, sondern der Flyer wurde am Mittwoch oder am Donnerstag aus dem Briefkasten genommen.
Sollten wir einen Briefkasten vergessen oder nicht gefunden haben, es sind noch Flyer da. Gerne anfordern. Sollten noch Fragen ungeklärt sein, rufen Sie mich an, unter 0162 6905 883 gebe ich Ihnen gerne Auskunft. Vielen Dank an die Helfer der "Flyeraktion", beim Formulieren, Drucken und an den "Mann/ die Frau" bringen!


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Heinersdorfer Jugendclub weiterhin im Winterschlaf

- siehe Artikel in der MOZ-Ausgabe vom 11. April 2018, S. 17


Wie heißt es so schön „Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich.“, denn nach dem Leben des o. g. Artikels stellen sich doch so einige Fragen, da das Fahrrad in der Gemeinde Steinhöfel wohl neu erfunden werden soll:

„Angebote, so die Koordinatorin, sollen in Absprache mit den Kindern und Jugendlichen erarbeitet werden.“

Aber:

Angebote des nunmehr ehemaligen Trägers SV Blau-Weiß Heinersdorf e.V. gab es in der Vergangenheit viele, die von den Kindern und Jugendlichen sehr gern angenommen wurden!


„Erst wenn der Antrag auf Personalkosten beim Kreis-Jugendamt bewilligt sei, könne die Jugendarbeiter-Stelle neue ausgeschrieben werden, sagte Bürgermeisterin Renate Wels. Durch den Bürgerentscheid sind wir weit nach hinten geworfen worden.“

Aber:

Ein Personalkonzept des Jugendamtes Fürstenwalde/Spree liegt schon seit Monaten vor und die Bürgermeisterin wies seit September 2017 auf Nachfragen während diverser Gemeindevertreter- und Ausschusssitzungen immer darauf hin, dass ein fertiges Konzept vorliegt bzw. alles vorbereitet ist.

Und:

AnkerAnker Die Jugendarbeiter-Stelle wurde auf der Website der Gemeinde Steinhöfel bereits am 15. Oktober 2017 (!) neu ausgeschrieben, siehe: https://www.gemeinde-steinhoefel.de/new ... 16642.html:


Stellenausschreibung - Sozialpädagoge/-in oder Erzieher/-in (sozialpädagogische Fachkraft)

Gemeinde Steinhöfel, den 25.10.2017

Die Gemeinde Steinhöfel stellt ab 01. Januar 2018 einen/eine

Sozialpädagogen/-in oder Erzieher/in
(sozialpädagogische Fachkraft)

mit einer flexiblen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden ein. Die Stelle ist für 1 Jahr befristet. Es besteht die Möglichkeit der Weiterbeschäftigung.


Und: Bewerbungsgespräche fanden ebenfalls bereits statt.


Weiter heißt es: „Mit ehrenamtlicher Projektarbeit wird die anhaltende Schließung des Jugendclubs in Heinersdorf zurzeit überbrückt.“

Aber: Werden hier etwa unverschämter Weise die Ehrenamtler finanziell ausgenutzt?

Im Haushalt der Gemeinde Steinhöfel wurden für 2017/2018 finanzielle Mittel für die Jugendclubarbeit eingestellt. Damit hätten die Ehrenamtler als Honorarkräfte finanziert werden können. Und wenn noch nicht geschehen, kommt man vielleicht noch auf die Idee!?


Und zu guter Letzt heiĂźt es:

„Neben Beerfelde und Steinhöfel soll Heinersdorf als Schwerpunktregion der Jugendarbeit etabliert werden.“

Aber:

Das Konzept mit den drei Schwerpunktraumregionen ist nicht neu und stand schon im alten Sozialraumkonzept von Herrn Braun, Frau Moser und Frau Lilienthal. Das, was funktioniert hat, wird nun als neue Idee verkauft.


Nun denn, der BĂĽrgerentscheid vom 25. Februar 2018 (!) ist Schuld, dass der Jugendclub Mitte April 2018 (!) immer noch im Winterschlaf liegt!

Aber: Der Wechsel der Trägerschaft zur Gemeinde Steinhöfel sollt auf Vorschlag des Jugendamtesdes Landkreise Oder-Spree bereits zum 1. Januar 2018 erfolgen und die Weichen dafür waren bereits gestellt.


Wir stellen nunmehr fest:

Das ist erst der Anfang der Überforderung in Sachen Jugendarbeit-Kompetenz der Gemeinde Steinhöfel.


Wir beobachten weiter und bleiben dran!


Jane Gersdorf, Bettina Lehmann, Ursula Seefried

Aktives BĂĽndnis


Beiträge: 8
Egal welche Argumente genannt werden, egal welche Lügen, Unfähigkeiten und Abhängigkeiten aufgedeckt werden. Die Arroganz der Macht bleibt erhalten. Bei diesem Thema wurde soviel kaputt gemacht, nur um persönliche Machtinteressen zu befriedigen. Solange Menschen politische Entscheidungen treffen, die nicht einmal wissen, auf welcher gesetzlichen Grundlage sie Entscheidungen treffen, da brauchen wir nicht erwarten, dass sich was ändert.

Jedes Kind hat mehr Abwägungs- und Gerechtigkeitskompetenz, als die Mehrheit dieser Entscheidungsträger.


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